Geschichte


Die Schule wurde aus einer Not gegründet.


Früher brauchte man um einem Pferd einen Beschlag anzubringen eine Spezialausbildung. In der Region konnten am Tierspital in Bern Kurse besucht und die Prüfung abgelegt werden. Als das Tierspital vom Standort «Bierhübeli» an den heutigen Standort übersiedelte, wurde keine neue Schmiede mehr errichtet. Das hatte zur Folge, dass der Schmiede- und Wagnermeisterverband vor dem Problem stand, dass die Spezialausbildung nirgends mehr angeboten wurde, und die Schmiede ihr «Patent» nicht mehr erwerben konnten. Der Verband suchte nach Lösungen. Er prüfte eine Alternative in Frauenfeld auf dem Waffenplatz sowie eine zweite in Aarberg, da die Berufsfachschule Aarberg in einem kleinen Gebäude im Aareweg bereits eine Esse installiert hatte. Die Gemeinde hatte für die Realisierung einer schweizerischen Schule das Land am Aareweg 19 dem Schmiede- und Wagnermeisterverband geschenkt. Dies war der Startschuss für das Bildungszentrum Aarberg. (Gründung 1968 / Erweiterung 1983 / Erweiterung 2002 / Erweiterung 2007 / Erweiterung 2012) Bereits 1973 bemerkte man, dass die Teilnehmer nicht immer nach Hause können. Die Mobilität war nicht sehr hoch. Daher realisierte man zusammen mit der Familienausgleichskasse in einem Wohnblock an der Nidaustrasse eine Unterkunft mit 34 Betten. Diese Unterkunft wird heute noch betrieben. Sie wurde im Jahr 2008 saniert und auf 69 Betten ausgebaut.

In den Bereich der Ausbildung wurde in den vergangenen 47 Jahren viel Geld investiert. Während wir bis und mit 2002 auf staatliche Subventionen zählen konnten, muss heute das Kapital zu 100 Prozent selber erwirtschaftet werden. In einzelnen Bereichen haben wir zwar Leistungsvereinbarungen mit den Behörden.
(z. B. ÜK CHF 60.— / Tag / Teilnehmer oder bei den Prüfungen) Die Subventionen machen heute ca. 6 Prozent des Umsatzes von ca. CHF 3‘200‘000.— aus.

Investitionen in Aarberg
Aareweg 19 Neubau 1968: 1 600 000.—
Aareweg 19 Erweiterung 1983: 2 600 000.—
Gesamtanlage Aareweg: 4 200 000.—

Neubau Chräjeninsel 2002: 7 800 000.—
Erweiterung 2007: 1 500 000.—
Erweiterung 2012: 2 200 000.—
Gesamtanlage auf der Chräjeninsel: 11 500 000.—

Alle Gebäude wurden über die Stiftung Bildungszentrum des AM Suisse errichtet. Die Schule und Agrotec Suisse sind Mieter.

Bildungsangebote (überbetriebliche Kurse/ Weiterbildung / HBB / Mandanten)

Einzugsgebiet

  • überbetriebliche Kurse (deutsch):
    Baselstadt, Baselland, Solothurn, Bern, Freiburg, Wallis (140 pro Jg.)
  • überbetriebliche Kurse (französisch):
    Freiburg, Wallis, Vaud und Genf (60 pro Jg.)
  • Weiterbildung: ganze Schweiz
  • Höhere Berufsbildung Landtechnik:
    ganze Schweiz (Werkstattleiter ca. 40 Jg. / Meister ca.16 Jg.)
  • Höhere Berufsbildung Metallbau:
    ganze Schweiz (Werkstattleiter ca. 20 Jg. / Meister ca.12 Jg.)
  • Mandanten: ganze Schweiz


Teilnehmer 2014

Kurse CH (Weiterbildung/Lehrlingskurse):780
Kurse BE (ÜK, QV):1014
Kurse FR (ÜK): 195
Kurse VD (ÜK, QV): 351
Kurse Mandanten: 78
Höhere Berufsbildung LT:1170
Höhere Berufsbildung MB: 312
Total: 3900


Mitarbeiter AM Suisse
Während die Schule 1968 im Nebenamt von Peter Matter geführt und von ihm auch der Unterricht bestritten wurde, hat sich der Personalbestand markant verändert:
1 Schulleiter
2 Personen im Schulsekretariat
10 Fachlehrer (900 Stellenprozent)
4 Personen im Hausdienst (270 Stellenprozent)

Im Jahr 1997 wurde auch der Fachverband Landtechnik von Zürich nach Aarberg überführt. Am Anfang war das eine Person und ist bis heute herangewachsen.
1 Leiter Fachverband Landtechnik
1 Projektleiter Berufsbildung
1 Projektleiter Technik
1 Projektleiter Hufschmiede (50 Stellenprozent)
4 Personen im Sekretariat (270 Stellenprozent)

In der Grundbildung hat das Bildungszentrum den Auftrag den Lehrbetrieb in der Ausbildung zu unterstützen. Das Ausbildungsprogramm ist abgestützt auf den Bildungsplan der einzelnen Berufe.
In der Weiterbildung bieten wir Kurse für Werkstattpersonal oder auch Vorbereitungskurse auf die Berufs- oder Höhere Fachprüfung an. Dieses Angebot ist gesamtschweizerisch ausgerichtet. In Einzelfällen bieten wir auch auf Firmen zugeschnittene Kurse an.  Das heisst wir machen eine zugeschnittene Schulung an Geräten von der entsprechenden Firma. Solche Angebote richten sich an Organisationen innerhalb oder ausserhalb unserer Branche. Es ist unser Ziel, dass wir vor allem praktischen unterrichten vermitteln. Wir arbeiten vor allem an Modellen und versuchen anschliessend den Transfer bis ans Fahrzeug zu machen. Diese Ausbildungsvariante ist sehr kostenintensiv. Wir können zwar auf Unterstützung von Lieferanten und Importeuren zählen, es ist aber nicht so, dass wir die Fahrzeuge gratis zur Verfügung gestellt erhalten. Vielfach akquirieren wir Fahrzeuge von Herstellern, Unfallfahrzeuge oder auch Neufahrzeuge zu Vorzugskonditionen. Diese sind aber meistens mit einer Verkaufssperre von 5 bis 10 Jahren belegt. In Einzelfällen werden Fahrzeuge und Geräte auch in Konsignation zur Verfügung gestellt. Unser Bestreben ist klar, in einer top Infrastruktur die Kursteilnehmer marktfähig auszubilden.