Immer mehr Angestellte beim Staat


01.06.26 - Immer mehr Angestellte arbeiten für den Staat. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht von Avenir Suisse – und schlägt Reformen vor, um dem Trend entgegenzuwirken.



Die Politik will immer mehr absichern und fördern. Doch je mehr Regulierung, umso mehr benötigt der Staat Personal. Damit treibt die Politik ein Beschäftigungswachstum im öffentlichen Sektor an, das jenes in der Privatwirtschaft seit Jahren deutlich übertrifft. Seit 2000 wuchs die Verwaltung um 49 % – stärker als die Gesamtbeschäftigung (+35 %) und rund doppelt so schnell wie die Bevölkerung (+26 %).  

Die Folgen: die Personalkosten des Staates nehmen gesamthaft zu, entsprechend steigt die Steuerlast. Gleichzeitig werden private Firmen im Wettbewerb um Arbeitskräfte zunehmend vom Staat konkurrenziert. Dies insbesondere verstärkt dadurch, dass Kantone und Gemeinden rund 5% und der Bund sogar bis zu 12% höhere Löhne zahlt.  

Über 180’000 Vollzeitäquivalente arbeiten in der Schweiz heute im engeren Sinne in der Verwaltung. Das sind rund 4% aller Beschäftigten. Rechnet man zum Beispiel Lehrpersonen dazu und Angestellte, die in staatlich finanzierten oder kontrollierten Bereichen arbeiten, ist es fast ein Viertel der Angestellten.  

Der Wirtschaftsverband Avenir Suisse zeigt in seinem «Essential»-Bericht die Fakten auf und empfiehlt Gegenmassnahmen.  

Zu diesen gehören erstens Effizienz: Avenir Suisse schlägt vor, im Dreijahresrhythmus ein externes Benchmarking durchzuführen, das Löhne und Leistung transparent macht, sowie eine institutionelle Verwaltungsbremse mit Personalkostendeckel.  

Zweitens Effektivität: Regelmässige Rechtsbereinigungen stellen einen wirksamen Regulierungsrahmen sicher und bremsen das Verwaltungswachstum an der Wurzel. Avenir Suisse wirft hier eine periodische «Löschwoche» in den Parlamenten in die Debatte.  

Mehr Details fasst der «Essential»-Bericht auf einer Seite kompakt zusammen: 

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