Begeisterung für den Beruf entwickeln


26.04.19 - Bei der Besichtigung des Bildungszentrums Aarberg sowie einem Metallbau- und Landtechnikbetrieb die Branchen hautnah erleben: Dies durften die drei Lernenden des AM Suisse beim Lernendenausflug.



Bei der Besichtigung des Bildungszentrums Aarberg sowie einem Metallbau- und Landtechnikbetrieb die Branchen hautnah erleben: Dies durften die drei Lernenden des AM Suisse beim gemeinsamen Lernendenausflug.

Der AM Suisse bildet in Zürich kaufmännische Lernende aus, die durch sechs Praxis- und Berufsbildner/innen und sechs verschiedene Abteilungen des Verbandes betreut und unterstützt werden. Dies bei einer Ausbildungszeit von drei Jahren.

Am 11. April 2019 durften die drei Lernenden Carmine Di Santo (3. Lehrjahr), Gabriel Ceccato (2. Lehrjahr) und Elza Miftari (1. Lehrjahr) in Begleitung der Berufsbildnerin, Sonja Gianesi, das AM Suisse Berufsbildungszentrum in Aarberg besichtigen. Ebenso wurden zwei Mitgliedbetriebe besucht, je einer in der Metallbau- und der Landtechnikbranche.
Begeisterung im Beruf entsteht, wenn wir den kaufmännischen Lernenden nebst den Verbandsaufgaben auch die Betriebe und Menschen hinter den Projekten unserer Branchen vorstellen. Sie wissen lassen, dass zum Handwerk auch viel Kopfarbeit und grosse Verantwortung gehört.

Im Rückblick schildern die Lernenden uns ihre Eindrücke zum Ausflug:

Carmine Di Santo, welche Ihrer Erinnerungen prägt diesen Ausflug, was hat Sie begeistert?
Zum Beispiel, dass das Bildungszentrum Aarberg nach der letztjährigen Erweiterung nicht nur für die Landtechnikbranche, sondern auch für den Metallbau zu einem wichtigen Standort für die Bildung geworden ist. Die Dynamik des Kursangebotes fordert eine gute Organisation, da im BZA zwei Sprachregionen unterrichtet werden können.
Eindrücklich waren auch die vielen Landwirtschaftsmaschinen, die für Reparaturaufgaben zur Verfügung stehen. Bei den Hufschmieden erklärte uns Christian Krieg wie das harte Metall durch Feuer formbar wird und wie ein Türknauf millimetergenau fertiggestellt wird. Ohne gute Schutz- und Sicherheitsausrüstung wäre vieles in diesem Beruf sehr gefährlich.

Gabriel Ceccato, was ist Ihnen beim Rundgang der Firma Lenzlinger Söhne AG aufgefallen?

Ein Mitarbeiter hat uns seinen beruflichen Werdegang vom Metallbaupraktiker zum Metallbaukonstrukteur genau erklärt, und wie er nun zwei- und dreidimensionale Pläne ausarbeitet und Kundenwünsche erfüllt. Dazu ist praktisches Wissen wie auch grosse Verantwortung nötig, damit das Projekt gelingt und der Kunde zufrieden ist. Weiter hat uns der Logistiker durch die grossen Werkshallen geführt, wo wir Feuerfunken, die durch den Schweissprozess entstehen, beobachten konnten. Riesige Kranen an der Decke wiesen darauf hin, dass viele schwere Metallteile bewegt werden, um am richtigen Arbeitsort zur Fertigung auf die Fachperson zu treffen.

Elza Miftari, was hat Sie beim Unternehmen Gujer Landmaschinen AG beeindruckt?
Die Traktoren haben mich fasziniert und jeder von uns durfte eine Hof-Runde fahren. Das war aussergewöhnlich, weil ich mir dies nie zugetraut hätte. Das breite Angebot an Ersatzteilen liess mich staunen. Zudem erklärte uns Herr Gujer wozu man einen Kompaktlader einsetzen kann. Sehr beeindruckt haben mich die Kompostwendemaschinen, die den Boden erheblich lockern und das Endprodukt verbessern. Man spürte, dass sich Herr Gujer sehr um die Umwelt sorgt. Auch in diesem Unternehmen ist der Metallbau eine wichtige Ergänzung zum Angebot, so können mit Hilfe von Anhängerkupplungen, Anhänger und Traktoren sicher verbunden werden. Die Leidenschaft, mit der dieses Unternehmen geführt wird, zeigt sich im Generationenerfolg und der tollen Atmosphäre bei den Mitarbeitenden.

Begeisterung im Beruf soll anstecken, meint die Berufsbildnerin Sonja Gianesi. Es prägt das Verhalten der Lernenden, motiviert und erzeugt eine wünschenswerte erste Visitenkarte. Dazu hat die Besichtigung eindrücklich beigetragen. Wir bedanken uns sehr bei allen Beteiligten.

Abschliessend möchten wir als Verband den Lesern die Begeisterung unserer Lernenden wie folgt weitergeben:

Warum gefällt Ihnen die kaufmännische Lehre und was motiviert Sie jeden Tag bei der Arbeit?
Carmine Di Santo: Es motiviert mich sehr, dass ich zurzeit in zwei verschiedenen Abteilungen, an je zwei Tagen, arbeiten darf. Ich darf zum einen in der Abteilung der Geschäftsleitung, zum anderen beim Metaltec Suisse in der Grundbildung Erfahrungen sammeln. Dank dieses Lernendenausflugs konnte ich Zusammenhänge mit meinen täglichen Aufgaben erkennen.

Gabriel Ceccato: Weil ich mehr lernen, mich aber auch stets verbessern möchte. Jeder Tag beim AM Suisse ist sehr abwechslungsreich. Durch die Verantwortung, die mir gegeben wird, fühle ich mich als ein wichtiger Teil des Ganzen. Das motiviert mich.

Elza Miftari: Zwei unserer Mitgliedbetriebe besuchen zu dürfen, gab mir einen besseren Einblick in die Berufe unserer Branchen. Der körperlich hohe Einsatz, der in diesen Arbeitsgebieten nötig ist, beeindruckte mich. Dieser Tag wird mir auch in Zukunft immer in Erinnerung bleiben.



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