Wirtschaftsbarometer 1. Halbjahr 2026


12.09.26 - Der Wirtschaftsbarometer nimmt unseren Branchen den Puls und dient als Basis für kommende Lohnverhandlungen. Ihre Teilnahme an der aktuellen Umfrage ist essentiell!



Am Wirtschaftsbarometer des 1. Halbjahres 2026 nahmen 114 Unternehmen von Metaltec Suisse und 55 Unternehmen von Agrotec Suisse teil.  

Vielen Dank den Teilnehmern für Ihren wertvollen Beitrag, ohne den dieser Trendindikator nicht möglich wäre. Je mehr Unternehmen am Wirtschaftsbarometer teilnehmen, umso repräsentativer werden die Aussagen.

Teilnahme an aktueller Umfrage besonders wichtig! 
Wir bitten möglichst alle Mitgliederfirmen, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um an der aktuellen Umfrage des Wirtschaftsbarometers (2. Halbjahr 2026) teilzunehmen. Die Resultate dienen auch als Argumentationsgrundlage der Arbeitgeberseite in den Lohnverhandlungen und den Verhandlungen zum neuen Landesgesamtarbeitsvertrag mit den Gewerkschaften.  

Die Umfrage für den Wirtschaftsbarometer im 2. Halbjahr 2026 wurde unseren Mitgliedern vor Kurzem per E-Mail zugestellt. Wir danken Ihnen bereits im Voraus für Ihre wertvolle Mitarbeit.  

Nachstehend folgt die Auswertung des Wirtschaftsbarometers des letzten Halbjahres nach Branche.  

Metaltec Suisse  

Die Geschäftsentwicklung hat sich auf dem eher bescheidenen Niveau der Vorjahresperiode stabilisiert. Beim Umsatz verzeichnen 28% der Metallbaubetriebe eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr, bei 46% ist der Umsatz etwa gleich geblieben und bei 26% zurückgegangen. Bei den Betriebsergebnissen gibt es im Durchschnitt keine Verbesserung gegenüber der Umfrage vor einem Jahr: weiterhin verzeichnen nur 23% der Unternehmen ein besseres Ergebnis als im Vorjahr, 46% ein gleichbleibendes und 31% ein schlechteres Ergebnis.  

Die künftige Geschäftsentwicklung sehen die Metallbau-Unternehmen ähnlich wie vor einem Jahr: 32% erwarten eine Verbesserung, 55% einen gleichbleibenden Geschäftsgang und 13% eine Verschlechterung.  

Ein kleiner Lichtblick: Schon das dritte Jahr in Folge bewerten die Unternehmer den Fachkräftemangel als etwas weniger gravierend als im Jahr davor. Nur noch 44% der Betriebe sagen aus, dass es ihnen an Fachpersonal fehlt (Vorjahr: 53%, vor zwei Jahren: 56%).  

Von den 114 teilnehmenden Betrieben hatten 90 im Frühling für das Lehrjahr 2026 noch Lehrstellen zu besetzen. Gesucht wurden 15 Lernende als Metallbaupraktiker/in EBA, 66 als Metallbauer/in EFZ und 21 als Metallbaukonstrukteur/in EFZ (vierjährige und/oder Zusatzlehre). Im letzten Jahr waren zum gleichen Zeitpunkt noch 20%–50% mehr Lehrstellen unbesetzt.  

Weiterhin trüben die Auswirkungen der Geopolitik die wirtschaftlichen Perspektiven: Die Verteuerung der Energie sowie Materialverknappung und -verteuerung stellen grosse Herausforderungen dar. Lieferverzögerungen und die unsichere Preisentwicklung erschweren die Planbarkeit, strengere Zahlungsmodalitäten seitens der Lieferanten erhöhen die Finanzierungsbelastung.  

Agrotec Suisse  

Betrachtet man die Angaben zum Verkauf von Maschinen, Geräten und Fahrzeugen, bestätigt sich auch im 1. Halbjahr 2026 der Trend aus dem letzten Jahr: Die Kunden halten sich mit Investitionen zurück, es wird wenig neu gekauft, dafür muss mehr repariert werden. Tiefere Verkaufszahlen verbuchten 42% der Landtechnikbetriebe, 33% verkauften gleichviel und nur ein Viertel verkauften mehr. Die Umsätze in der Werkstatt und der Ersatzteile blieben bei ca. 55% der Unternehmen gleich, etwa 30% verbuchten mehr und 15% weniger Umsatz als im gleichen Semester des Vorjahres.  

Zur künftigen Geschäftsentwicklung äussern sich die Teilnehmenden vorsichtig: 56% sehen eine gleichbleibende Entwicklung, rund 24% erwarten einen Rückgang und nur 20% eine Erholung.  

Der Personalbestand ist in der Tendenz weiter gesunken: 18% der teilnehmenden Betriebe beschäftigen weniger Personal, 62% gleichviel und nur 20% mehr als ein Jahr zuvor. Letztes Jahr war der Rückgang beim Personalbestand jedoch noch deutlicher. Während im Vorjahr noch 56% der Betriebe einen Mangel an Fachpersonal angab, waren es im 1. Halbjahr 2026 immerhin noch 49%.  

Die 40 Landtechnikbetriebe, die gemäss der Umfrage 2026 noch Lehrstellen zu besetzen hatten, suchten im Frühling insgesamt noch 9 Landmaschinenmechaniker/innen, 2 Baumaschinenmechaniker/innen und 3 Motorgerätemechaniker/innen.  

Als Problem wurden, wie zu erwarten, die hohen Sprit- und Energiepreise und die geopolitischen Krisen und Kriege genannt. Der Absatz sowohl von neuen Maschinen wie auch von Rücknahmen/Occasionen harzt.  

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