Nein zum Sparen bei den SwissSkills


14.10.26 - Der Bund will bei den SwissSkills sparen und die Beiträge pauschal um 17% kürzen. Der AM Suisse findet: Hier spart man am falschen Ort!



Im Rahmen des Entlastungspakets 2027 (EP27) plant der Bund, die Bildungsausgaben auf die Richtgrösse, nämlich um rund 17%, zu kürzen. Dies betrifft auch die Beiträge an die zentralen Berufsmeisterschaften, die SwissSkills. Der AM Suisse als Dachverband der Metallbau- und Landtechnikberufe sowie der Hufschmiede findet das eine schlechte Idee.  

Bei den SwissSkills spart man am falschen Ort! Die SwissSkills sind nicht nur wichtig für junge Berufsleute und eine qualitativ hochwertige Berufsbildung. Eine effektive Nachwuchsförderung mit hoher öffentlicher Sichtbarkeit wie die SwissSkills sichern den Nachschub an Fachkräften und tragen letztlich zum Überleben vieler Schweizer Unternehmen bei – insbesondere in Branche, die stark unter dem grassierenden Fachkräftemangel leiden.  

Botschaft an den Bundesrat  
Die Berufsmeisterschaften sind nicht nur ein Event, sondern Wirtschaftspolitik. Diese Botschaft, die der Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM dem Bundesrat in einem Schreiben zugestellt hat und von mehreren Berufsorganisationen unterstützt wird, möchte auch der AM Suisse hier noch einmal ausdrücklich bekräftigen.  

Die Branche trägt heute den Grossteil der Kosten für die Berufsentwicklung selbst. Bei einer Kürzung der Bildungsausgaben des Bundes werden weitere Kosten auf die Wirtschaft überwälzt. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass die meisten Kantone die aktuellen Kosten übernehmen und die Ausfälle kompensieren werden.  

Fester Platz in der Gesellschaft  
Die Beliebtheit der SwissSkills beim Publikum zeigt, dass die Berufsmeisterschaften in der Gesellschaft ihren festen Platz haben und hohe Anerkennung geniessen. Sie helfen nicht nur Jugendlichen im Berufswahlalter bei der Orientierung. Sie motivieren auch bestehende Lernende zu ausserordentlichen Leistungen, sorgen für Anerkennung und Wertschätzung, fördern damit Stolz auf ihren Beruf und so auch die Motivation, im Beruf zu bleiben und sich während der Karriere laufend weiterzubilden.  

Nicht zuletzt fördern die SwissSkills das positive Image der dualen Berufsbildung. Indem sie die Karrierechancen auf Basis einer Berufslehre sichtbar machen, stärken sie die Gleichwertigkeit gegenüber dem akademischen Bildungsweg.  

Botschafter für Schweizer Wirtschaftsstandort  
Die Fachverbände Metaltec Suisse, Agrotec Suisse und Farriertec Suisse sind an den SwissSkills mit ihrem Infostand und ihren Lernenden am Wettbewerb präsent – und dies äusserst erfolgreich. Viele Schweizermeister aus unseren Berufen schneiden im Anschluss an die SwissSkills auch an den europäischen und weltweiten Berufsmeisterschaften mit Medaillenplätzen ab und fungieren so auch als Botschafter für die Schweiz, ihre hochkarätigen Fachkräfte und ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit als Wirtschaftsstandort.  

Klarer Widerspruch  
Der Widerspruch ist offensichtlich: Einerseits brüsten sich Schweizer Politiker auf der internationalen Bühne gerne mit der hervorragenden Qualität unseres dualen Bildungssystems als Erfolgsmodell der Schweizer Wirtschaft. Andererseits wollen dieselben Exponenten aus Bundes-, National- und Ständerat nun die Gelder für die Berufsbildung und insbesondere der SwissSkills pauschal und ohne weitere Erklärung zusammenstreichen und stellen die Arbeitgeberverbände vor vollendete Tatsachen. Der AM Suisse sagt dazu klar und deutlich: So nicht!  

Webseite des Bundes zum Entlastungspaket 2027  

Liste der Massnahmen des EP27

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