Sozialausbau auf Kosten der Löhne


03.07.26 - Zur Finanzierung des weiteren Sozialausbaus wollen Politiker vermehrt höhere Lohnbeiträge. Dieser bedenkliche Trend muss gestoppt werden.



Mehrere politische Vorhaben – geplant oder schon beschlossen – treiben in der Schweiz den Sozialausbau voran. Es kommen gewaltige Mehrkosten auf die Gemeinschaft zu.

Die 13. AHV-Rente wurde in einer Volksabstimmung 2024 angenommen. Kostenpunkt: zusätzliche 4,2 bis 5 Milliarden Franken pro Jahr. Neben der vorgeschlagenen Erhöhung der Mehrwertsteuer, welche die Kosten nur teilweise deckt, drängen einige Politiker weiterhin auf die Finanzierung über zusätzliche Lohnprozente.  

Im Parlament wird derzeit über eine erneute Erhöhung der Familienzulagen diskutiert, was mit ca. 361 Millionen Franken Zusatzkosten verbunden wäre. Mit der Reform der familienergänzenden Kinderbetreuung kommen weitere gut 600 Millionen Franken jährlich dazu. Auch die Invalidenversicherung ist unter Druck, weitere Lohnbeitragserhöhungen stehen im Raum, und die Volksinitiative der «Mitte» zur Abschaffung des Ehegattenplafonds würde das Budget um zusätzliche 3,6 Milliarden belasten.  

3,7 Prozentpunkte mehr Lohnabzug!  
Würden alle diese Vorhaben umgesetzt und über Lohnbeiträge finanziert, entspräche dies einer Erhöhung der Lohnbeiträge um 3,7 Prozentpunkte !

Über ein ganzes Erwerbsleben gerechnet ergäbe sich daraus Einkommen eine Mehrbelastung von rund 100’000 bis 200’000 Franken – ein stattlicher Anteil am Vorsorgekapital oder an Eigenkapital fürs Wohneigentum.  

Internationale Investoren werden vergrault 
Stetig steigende Lohnnebenkosten belasten jedoch nicht nur das Portemonnaie der Erwerbstätigen. Sie verteuern Arbeit, belasten den Arbeitsmarkt und schwächen Wirtschaft sowie Standortattraktivität der Schweiz.  

Eine Studie von BSS Volkswirtschaftliche Beratung zeigt, dass bereits eine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge um einen Prozentpunkt die Wahrscheinlichkeit um rund 7,4 Prozentpunkte senkt, dass sich ein internationaler Hauptsitz für die Schweiz entscheidet.  

Verbände gegen Finanzierung über Lohnprozente  
Der AM Suisse und sämtliche bedeutenden Wirtschaftsverbände des Landes finden: Dieser Trend ist bedenklich und muss gestoppt werden. Nein zum weiteren Sozialausbau auf Kosten der Löhne!

Weiterführede Informationen  
Lesen Sie dazu auch folgende Informationen des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes und von economiesuisse.

Medienmitteilung SAV: Lohnbeiträge schaffen mehr Probleme als sie lösen  

Höhere Lohnabgaben – inakzeptabler Vorschlag

Neue Studie warnt vor Belastung der Erwerbsarbeit    

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